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Rotenburger Waldkinder übten sich in Füttern, Melken und Buttern

11. Juni 2010

 

Den Ahe-Wald ließen die Kinder des Naturkindergartens in Rotenburg heute hinter sich und machten sich auf  nach Buchholz, wo sie die Milchkühe von Bäuerin Tanja besuchten. Der Hof arbeitet mit dem Schulbauernhof ackern & rackern in Riepholm zusammen, der jedes Jahr vom Naturkindergarten besucht wird.

Nach einer netten Begrüßung durch Christiane Burandt-Gabriel vom Hof ackern & rackern ging es zunächst mit Bäuerin Tanja und ihrer Kollegin Denise in den Stall, wo die Kinder auf Tuchfühlung mit den freundlichen großen
Milchkühen gehen konnten, die sich mit ihren beeindruckenden langen und rauen Zungen gerade durch ihr Futter wühlten. Dann durften die Kinder selbst mit anpacken: mit Schubkarren brachten sie das Silo-Futter hinüber in den Stall der jungen Kühe, von denen sie schon aufgeregt erwartet wurden. Nach dem Füttern und dem Erkunden der Tränke streuten die Waldkinder den Stall der jungen Kühe mit frischem Stroh ein. Besonders schön war es auch für die Kinder, anschließend selbst im warmen Stroh toben und gemütlich liegen zu dürfen.

Und wo kommt nun die Milch her? Das erfuhren die Kinder bei der geduldigen Kuh ’Hulda’, die sich von allen Kindern, nach einer kurzen Trockenübung am eigenen Daumen, melken ließ. Die Waldkinder erwiesen sich dabei als geschickte Melker, denn so einfach ist es gar nicht aus dem mächtigen Euter der Kuh einen Strahl Milch mit der Hand heraus zu drücken. Was man alles Leckeres aus der Milch herstellen kann, zum Beispiel auch das Eis zum Schlecken, erfuhren die wissbegierigen Waldkinder natürlich auch.

Die Arbeit mit den Kühen im Stall macht natürlich hungrig und so gab es erst mal eine kurze Frühstückspause für die fleißigen Helfer aus dem Naturkindergarten. Anschließend begleiteten die Kinder die Kühe auf die Weide, wo sie aus nächster Nähe beobachten konnten, wie die Kühe das frische Gras mit ihren Zungen geschickt abrupften.

Und dann ging es in den Melkstall, wo die Kühe zweimal täglich durchgehen um ihre Milch abzuliefern. Hier durften die Kinder selbst in die Rolle einer Kuh schlüpfen und einmal ihre Finger in den Becher der Melkmaschine stecken – das fühlte sich doch recht eigenartig an.

Nun war noch einmal voller Einsatz gefragt, denn zum Abschluss durften die Kinder aus frischer Sahne Butter selbst herstellen. Das ist eigentlich ganz einfach aber mächtig anstrengend: man nehme ein Marmeladenglas, fülle etwas Sahne hinein und dann heißt es Schütteln, Schütteln, Schütteln. Im Stehen im Liegen, beim Hüpfen, bis sich endlich aus der flüssigen Sahne ein kleiner Klumpen feste Butter herausbildet – fast wie Zauberei! „Mmh – das schmeckt aber lecker!“ war es aus so manchem schmatzenden Kindermund zu vernehmen – „viel besser als die gekaufte Butter aus dem Kühlschrank zu Hause“

Stolz nahmen alle Kinder ihre Butter und viele spannende Erinnerungen an diesen aufregenden Vormittag mit nach Hause.

Photos von diesem schönen Vormittag können neben vielen anderen Aktivitäten am Sonnabend, den 29.05.2010 dem ’Tag der offenen Tür’ des Vereins für Naturpädagogik in der Ahe betrachtet werden.

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