Monatsarchiv für August 2010

Naturkindergarten bietet verlängerte Öffnungszeiten

27. August 2010

Seit zwölf Jahren betreibt der Verein für Naturpädagogik Rotenburg e.V. einen Naturkindergarten in der Ahe in Rotenburg. Die Öffnungszeit betrug stets maximal fünf Stunden am Vormittag. Mehr war nicht erlaubt. Immer wieder gab es jedoch in den letzten Jahren Anfragen und Bestrebungen von Eltern, diese Zeiten zu verlängern, um auch den Bedürfnissen von berufstätigen Müttern entgegen zu kommen. Doch stets war die Antwort der Genehmigungsbehörden aus Lüneburg und Hannover dieselbe: Der Aufenthalt von Kindern im Wald ist auf fünf Stunden begrenzt. Da gibt es keine Ausnahme.

Im Jahr 2008 eröffneten wir – auch in der Ahe – die Waldkinderkrippe und dadurch ergab sich plötzlich eine neue Situation, denn die Krippe verfügt im Gegensatz zum Naturkindergarten über Räume in einem festen Gebäude. Und es war den Kindern ja nur nicht erlaubt, länger als fünf Stunden außerhalb eines festen Gebäudes zu sein. Aber mit Gebäude musste es doch möglich sein, eine Genehmigung zu bekommen, um die Öffnungszeiten zu verlängern, dachten sich die Verantwortlichen. Es wurden also viele Gespräche mit den Behörden geführt, einige Genehmigungsmodelle betrachtet und letztlich ist es nun erreicht: Der Naturkindergarten Rotenburg ist einer der ersten Kindergärten dieser Art, der Familien eine Öffnungszeit von 7.30 bis 14.30 Uhr anbieten kann. Diese Ausnahme wird so begründet: „Da die Einrichtung ein längeres Betreuungsangebot in festen Räumen sicherstellt, kann die Betreuungszeit ausgeweitet werden.“

Darauf sind alle sehr stolz und froh, dass es nun endlich geklappt hat. Besonders Familien, deren Kinder von der Waldkinderkrippe in den Naturkindergarten wechseln, müssen nun keine Einschränkungen mehr in Kauf nehmen.

Die Betreuung in der Mittagszeit übernimmt eine neu eingestellte Erzieherin. Sie holt die Kinder beim Treffpunkt in Wald ab und geht mit ihnen in die ca. 150 m entfernte Krippe. Z.Z. nehmen sechs der 15 Kinder dieses Angebot in Anspruch – maximal acht dürften es aufgrund der Raumgröße sein. In der Krippe gibt es dann ein warmes Mittagessen und anschließend Angebote gemäß den Bedürfnissen der Kinder. Und nach draußen dürfen sie dann auch wieder…

Es ist nun interessant zu beobachten, ob diese Regelung auch in anderen Waldkindergärten angewendet wird – sofern sie denn auch feste Räume in der Nähe haben.

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Warum brauchen Kinder die Natur?

4. August 2010

Hier ein Link zu einem beeindruckenden Artikel über das Thema Kinder und Natur. Warum brauchen Kinder die Natur ? Was passiert, wenn es ihnen nicht ermöglicht wird, genug Naturerlebnisse zu bekommen? Und was sind die Ursachen für diese Entwicklung: z.B. Angst der Eltern. Ein Plädoyer für Mut und ein wenig Risiko in der Erziehung, damit etwas Ursprüngliches für die Entwicklung von Kindern nicht verloren geht.
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